Chance nutzen, Gas geben und einfach mal auf Udo Lindenberg hören

Erik Krömer, Geschäftsführer von global office zu Gast bei Bianca Traber

Liebe Podcast Hörer*innen und Blogleser*innen, nachfolgend finden Sie das YouTube™ Video und das Transkrip zum Video. Im Interview spricht Bianca Traber im CHANCENMACHER-Podcast mit Erik Krömer, Gründer und Geschäftsführer von globaloffice über die Unternehmerrolle und das Franchisekonzept.

Viel Freude beim Hören und Lesen.

Was kostet Erreichbarkeit und was geht verloren?

Bianca Traber: In unserer heutigen Folge ist Erik Krömer zu Gast. Das Besondere an ihm ist: er ist ein Chancenmacher im doppelten Sinne, denn er ist nicht nur seit 2008 Unternehmer, sondern bietet auch anderen Menschen durch sein Franchisemodell eine unternehmerische Chance. Was und wie er das genau macht, da erzählt er uns am besten gleich.

Hallo Erik! Herzlich willkommen im CHANCENMACHER-Podcast. Schön, dass du da bist.

Erik Krömer: Hallo Bianca! Schön, dass ich dabei sein darf.

Bianca Traber: Ja, unbedingt. Erik, stelle dich doch bitte mal kurz vor und erzähle unseren Zuhörern, wie du auf die Idee für dein Geschäftsmodell und für dein Unternehmen überhaupt gekommen bist.

Erik Krömer: Gerne! Ich habe vor 16 Jahren in einem großen Konzern gearbeitet und konnte dort mal einen Auftrag erledigen, für rund 500 Niederlassungen mit 200.000 Mitarbeitern. Und zwar hatte ich den Auftrag, damals die Erreichbarkeit sicherzustellen für diese Standorte, weil wir festgestellt hatten, die waren alle schlecht erreichbar. Und dann ich das umgesetzt, habe inhouse ein Callcenter aufgebaut und dann festgestellt, was das  eigentlich für ein Hebel ist mit der Erreichbarkeit – bzw. was kostet eigentlich Nichterreichbarkeit! Das heißt: Was geht verloren?

Und das hat mich umgehauen, dass ich dachte:

Mensch das braucht die Welt – Servicewüste Deutschland – ich komme!

Und dann habe ich 2008 global office gegründet, mit der Telekom die Technik entwickelt und dann tatsächlich so step-by-step das Unternehmen entwickelt.

Und heute betreuen wir mit 50 Standorten in Deutschland und Österreich über 1.400 Unternehmen aller Größen. Von der Top-Hotellerie, im Automobilsektor sind wir ganz stark bis runter zum Rechtsanwalt, der sich gestern selbständig gemacht hat.

Welt, ich komme!

Bianca Traber: Okay, das klingt spannend. Weil du das so schön gesagt hast: „Welt, ich komme!“ – haben das deine Kunden am Anfang auch so gesehen? Oder war das ein hartes Brot am Anfang? Wie hast du angefangen?

Erik Krömer: Also ich musste tatsächlich am Anfang befreundete Unternehmen überreden oder „nötigen“, diese Dienstleistung zu testen. Das Gute daran ist, das sind immer noch Freunde (*lacht) – also insofern: so richtig schlimm war es dann nicht mit der Testerei. Im Gegenteil, wir haben sie heute noch als Kunden und insofern ist das, glaube ich, sehr, sehr gut gelaufen. Und ja, jetzt zählt der Nutzen, das heißt, hier muss ich keinen mehr überreden. Sondern hier geht es einfach darum, den Nutzen klarzumachen. Und das klappt ganz gut.

Innovation – das Lebenselixier eines Unternehmens

Bianca Traber: Sehr gut. Kundenservice ist ja neben Innovation das Lebenselixier in jeder Firma. Was macht denn für dich guten Service aus? Da versteht ja auch jeder etwas anderes darunter.

Erik Krömer: Absolut, absolut. Ich glaube, wenn man ganz oben anfängt – wir betreuen unter anderem ein Hotel in Wien als schönes Beispiel, welches zu den Top-Hotels weltweit gehört, in dem das Thema Service am Kunden – bzw. am Gast in dem Fall – ganz ganz hoch angesiedelt wird. Und wenn man von dort aus blickt, dann kann man gar nicht so verkehrt liegen. Das heißt: wenn ich den Umgang mit Prinzessinnen und Diplomaten, und wer da alles Mögliche anruft, hinbekomme, dann bekomme ich sicherlich auch im Autohaus den Empfang geregelt. Und es ist ganz interessant: die ganze Branche richtet sich auch danach. Das heißt: als Beispiel BMW holt sich die Top-Manager aus der Hotellerie, um das Thema Kundenerlebnis und Service zu realisieren. Das heißt:

Wie gehe ich mit dem Kunden um?

Und genauso machen wir das. Das heißt, wir fangen ganz oben an und sagen.

Es gibt nur eine Servicequalität und die ist einfach top.

Und dann lässt sich die über alle weiteren Bereiche ausrollen. Weil ich glaube, es hat sich noch nie jemand beschwert und gesagt:

Die sind aber jetzt einen Tick zu freundlich gewesen – das möchte ich nicht, ich hätte es gern ein bisschen unfreundlicher, einfach weil ich das so gewohnt bin. Das funktioniert ganz gut.

Bianca Traber: Ich finde diese Einstellung großartig, zu sagen: „Ich orientiere mich am Top Level!“ Ich habe manchmal das Gefühl, dass in anderen Unternehmen eher so das Mittelmaß das Level ist, an dem man sich orientiert. Neben diesem Thema hat das ja auch etwas mit Anspruch zu tun. Was in denn aus deiner Sicht noch wichtig als Unternehmer, außer, dass man einen hohen Anspruch hat auch unternehmerisch erfolgreich zu sein? Oder ist das vielleicht sogar der Schlüssel?

Die Schlüssel des Erfolgs

Erik Krömer: Es ist einer von vielen. Ich habe das Unternehmen als One-Man-Shop auf der grünen Wiese gegründet. Heute haben wir rund 100 Mitarbeiter hier in der Zentrale in Montabaur und ich glaube, es ist ganz wichtig, dass man weiß:

Wo sind meine Stärken und wie kann ich meine Schwächen durch kompetente und auch tolle Mitarbeiter ergänzen?

Und man muss sich als Unternehmer nicht so wichtig nehmen, sondern beginnen zu laufen. Wichtig ist, für die Idee bist Du in der Vorreiterrolle, aber für die Umsetzung brauchen wir halt ganz viele Menschen und jeder an seiner Stelle. Und es gibt ja diese Farb-Strukturen. Man sagt ja, der eine ist mehr rot, der andere mehr blau oder mehr grün – wie auch immer – ich glaube, als Unternehmer ist man halt in aller Regel dunkelrot geprägt. Da ist es ganz wichtig, dass hinterher ganz viel Blau hinzukommt, damit diese Ideen nachher auch in ein richtiges Fahrwasser kommen und dann langfristig zum Erfolg führen. Und man selbst sich über die Weiterentwicklung des Geschäftsmodells Gedanken machen kann, aber diese operative Umsetzung – da braucht man hat andere Menschen mit anderen Qualitäten.

Bianca Traber: Die Zeiten, die wir aktuell haben, bezeichne ich jetzt einfach mal als stürmisch. Was glaubst du ist noch wichtig, um auch in diesen stürmischen Zeiten zu bestehen als Unternehmer?

Erik Krömer: Ich glaube, die sind geprägt von Flexibilität. Wir merken, dass sich Märkte verändern. Wir merken, dass wir andere Reaktionszeiten brauchen. Wir sehen das gerade in der öffentlichen Diskussion – alle haben Angst. Alle Unternehmen haben Angst und gucken zur Regierung.

Wann, wann macht ihr die Tore wieder auf und wie sind die nächsten Steps und gibt es Planungssicherheit?

Und daran merkt man, wie unflexibel wir sind und wie doll unsere Geschäftsmodelle an die Wand gefahren werden. Wir sehen jetzt aber auch ganz stark, wie einzelne Branchen sich neu aufstellen. Wenn ich an die Gastronomie denke, die früher teilweise gar nicht auf die Idee kam, außer Haus Essen zu servieren und auf einmal funktioniert es! Auf einmal stehen überall vor den Restaurants die Schlangen oder die Autos cruisen durch die Stadt und liefern das Essen aus, weil sich einfach jetzt gerade der Markt geändert hat und da muss ich reagieren.

Und das ist – glaube ich – genau das, womit wir auch als Unternehmen unseren Kunden die Unterstützung geben können, so dass sie sich diese Flexibilität ist Haus holen. Keiner weiß, wann es wieder losgeht.

Schönes Beispiel ist die Hotellerie – die sind natürlich alle hart getroffen, aber, und das ist jetzt schon absehbar, das wird noch ein ganz ganz tolles Jahr zumindest für die deutsche Hotellerie, weil ab der Sekunde, in der alle wieder buchen können, in der es Planungssicherheit gibt, brennt die Hütte. Das heißt, ein Hotel muss sich heute aufstellen, weil keiner weiß, wann kommt diese Welle. Und jetzt ist es ja unser Thema, das Thema telefonische Erreichbarkeit sicherzustellen und dann stehen wir Gewehr bei Fuße. Und dann hat das Hotel rein theoretisch 300 Mitarbeiter parallel sitzen, die seien Buchungen dann annehmen und dafür sorgen, dass dieses Hotel dann auch mit zu den Gewinnern gehört.

Die Parallelen zum Leistungssport

Bianca Traber: Das finde ich ein tolles Beispiel: Also aktiv handeln, satt eben nur auf Ergebnisse und Ereignisse zu reagieren. Da ich ich schon mitbekommen, dass ihr ja jetzt schon Marketing-Material für die Hotels erstellt und da wirklich proaktiv handelt. Noch ein tolles Beispiel – und darauf hatte ich dich ja angesprochen, als wir uns kennengelernt haben, ich habe bei den anderen Unternehmern, mit denen ich bisher gesprochen habe, so eine kleine Parallele festgestellt – nämlich das Thema Leistungssport. Also irgendwie verbindet das anscheinend einige. Was kann man daraus ziehen als Unternehmer oder wie kann man davon profitieren, wenn man Leistungssport macht?

Erik Krömer: Ich muss fairerweise sagen, das habe ich in der Vergangenheit gemacht, ganz exzessiv, also ich bin 16 Marathons gelaufen und habe einen Sack voll Triathlon-Veranstaltungen mitgemacht in meiner Sturm- und-Drang-Zeit. Und die Parallele zum Unternehmertum ist tatsächlich gegeben. So ein Marathon beginnt ab Kilometer 30. Das hört sich für den einen oder anderen schon ziemlich lang an. Aber in Wirklichkeit geht es darum, das Ding nachher irgendwie durchzustehen. Und selbst der letzte Kilometer zieht sich wie Kaugummi und man hat Schmerzen, und man fragt sich mindestens fünfhundertmal, warum machst du diesen Schwachsinn hier? Und ein Unternehmer, egal was er für ein Business gründet, braucht dieses Unternehmergen und dieses Stehvermögen – genauso wie der Marathonläufer, weil er Zeiten erleben wird, in denen es echt dünn wird und in denen er sich auch fragt, warum bin ich nicht Angestellter? Warum habe ich nicht um 17 Uhr Feierabend? Warum muss ich jetzt bei der Bank noch mal anklopfen und brauche eine Nachfinanzierung oder was es alles so gibt im Unternehmerleben. Und das ist sehr anstrengend und das kann einem keiner abnehmen, das muss man alleine durchstehen.

Dafür ist es – wie beim Marathon auch – wenn man über die Ziellinie kommt, wenn das Unternehmen auf einmal erfolgreich wird, wenn man merkt:

Mensch, jetzt fängt meine Idee an zu fliegen.“

Dieses Gefühl ist unbeschreiblich und das kriegt man halt als Leistungssportler beim Laufen oder als Unternehmer ab der Sekunde, in der ein Modell anfängt tatsächlich in die Breite zu gehen und sich selber weiter zu entwickeln.

Chancenmacher im doppelten Sinne

Bianca Traber: Gutes Stichwort. Thema „Chancenmacher“ auch für andere – also das heißt, du hast dich da durchgebissen, hast alles getestet, hast die Höhen und Tiefen mitgemacht und ermöglichst anderen durch dein Franchisemodell ab Kilometer 35 anzufangen – oder wie kann man das beschreiben?

Erik Krömer: Sagen wir mal so, auch die laufen bei uns, das heißt: jeder ist dann sein eigener Unternehmer und muss auch seine Erfahrungen sammeln, also die müssen da teilweise auch durch das Tal der Tränen hindurch, allerdings in einem anderen, erprobten Set-Up. Es gibt, wenn man ein Unternehmen auf der grünen Wiese aufmacht ganz viele Fehler und Irrwege, die man macht. Man investiert ganz viel Geld in Projekte, die man im hohen Bogen 3 Monate später an die Wand klatscht – das braucht kein Mensch, denn jedes Mal kann man noch mal von vorne anfangen. Dieses Geld spart sich ein Franchisepartner, d. h. er kauft sich letztendlich in ein fertiges Geschäftsmodell ein und kann auf dem Status Quo durchstarten.

Und trotzdem war das für unsere ersten Franchise-Partner sehr sportlich, weil da wussten wir noch gar nicht, wie das alles so funktioniert. Wir haben das den Partnern aber auch so kommuniziert und gesagt, ihr werdet Teil der Geschichte und wir entwickeln das jetzt gemeinsam.

Und wenn ich überlege, wie wir damals angefangen haben und wo wir heute stehen mit Zertifizierungen, Auszeichnungen und allem, was dazu gehört – und wir gehören in Deutschland zu den Top-Franchise-Systemen – was uns riesig freut – aber daran hat halt auch jeder Franchisepartner mitgewirkt. Und ich glaube, heute bieten wir für jemanden, der wirklich sagt:

Mensch, ich möchte gerne ein eigenes Unternehmen haben, ich möchte gerne nachhaltig etwas aufbauen und bin nicht der Risiko- und Zocker-Typ, sondern brauche irgendwas, wo ich mich orientieren kann!“ – der ist bei uns gut aufgehoben.

Krisenzeiten sind immer auch Chancenzeiten

Bianca Traber: Wird denn in Krisenzeiten mehr gegründet?

Erik Krömer: Ja, ich glaube, Krisenzeiten sind immer auch Chancenzeiten. Wenn man die einzelnen Jahre mal zurückschaut – 2008 habe ich gegründet, da hatten wir gerade die Weltwirtschaftskrise, da würde man normalerweise sagen: „Wieso machst du dich da selbständig, was für ein Quatsch!“ Ich persönlich habe damals gedacht, wer in Krisenzeiten gründet, der hat das wirtschaftliche Wachstum nachher als Rückenwind. Und wenn man anfängt, sich locker zu fühlen – um jetzt den Vergleich zum Marathonlauf noch mal zu nehmen – das ist so ähnlich, als würde ich einen Marathon laufen, bei dem es erstmal die erste halbe Strecke bergauf geht. Dann freue ich mich einfach, was nachher kommt. Das kann man wieder gut vergleichen.

Und deswegen, glaube ich, viele Unternehmen sortieren sich gerade neu, Geschäftsmodelle lösen sich in Luft auf und da ist es eben ganz gut, wenn der Einzelne sich umschaut und sagt: „Okay, wie soll meine private Zukunft sein, wo geht die Reise hin? Und wir merken immer mehr, dass das Thema Zufriedenheit mit dem Job nichts mit Geld zu tun hat, sondern es geht um das gesamte Paket an Work-Life-Balance. Aber das wurde früher mal so verstanden, als wollten die nur Freizeit machen. Nee, es geht darum, etwas Sinnstiftendes zu machen, etwas Nachhaltiges zu machen, eine Exit-Strategie zu haben – d.h. wie ist eigentlich der Übergang zwischen Arbeit und irgendwann der Rente.

Unternehmer sind die Könige, die alles wissen – stimmt´s?

Bianca Traber: Ganz anderes Thema und das möchte ich unbedingt mit dir noch mal durchgehen, weil das fand ich auch so großartig, als wir uns kennengelernt haben. Du erwähntest das Thema mit deinen Franchise-Partnern – d.h. die Zusammenarbeit, du siehst das auch so, dass hier auch noch Wissen hinzukommt und hast es ganz am Anfang gesagt, du bist Unternehmertyp – rot! Und manchmal sind das ja so die Könige, die alles wissen und du bist da ja doch ganz anders gestrickt. Erzähl mal mehr dazu!

Erik Krömer: Ja, gerne, bei uns ist ein Franchise-Nehmer ich sage mal 40 plus. Also ja, die Reiferen, bei denen wir sagen, sie haben sich beruflich schon ein bisschen die Hörner abgestoßen und haben auch – glaube ich – ein gutes Selbstbild: „Was kann ich? Was kann ich nicht?“ Insofern sind die da schon gesattelt, da haben die da natürlich Erfahrung und diese mit reinzubringen ist für uns ein ganz wertvoller Schatz, weil – um bei der Farbenwelt zu bleiben – unser Malkasten kriegt eine Farbe dazu, ein buntes Thema. So nähern wir uns immer unterschiedlichen Branchen in einem unterschiedlichen Team an und da bringt jeder Franchisepartner wieder einen neuen Ansatz mit, der neue Annahmen, Erwartungshaltungen erzeugt im Vergleich zu denen, die schon da sind und ihr Wissen sozusagen schon geteilt haben.

Das kann man sich so ähnlich vorstellen wie so einen Schwamm, wenn die Kollegen rein kommen – die neuen – dann saugen die sich erstmal auf mit dem Wissen, das schon da ist. So, und dann wird dieser Schwamm voll und dann fangen sie damit an, ihre Interpretationen wieder zurückzugeben und so ist jeder Neueinstieg – also jeder neue Partner – eine Bereicherung für alle. Und da ergänzen wir uns extrem gut und das macht Spaß.

Bianca Traber: Es wäre schön, wenn das andere Unternehmen auch so sehen würden beim Thema Recruiting und bei der Mitarbeitereinstellung. Das ist ein schönes Bild mit dem Schwamm.

Erik Krömer: Danke, gerne!

Was wäre, wenn…

Bianca Traber: Eine andere Frage: Wenn du heute 14 wärst und du würdest dir noch mal begegnen – was würdest du dir dann raten?

Erik Krömer: Oh, das ist eine spannende Frage. „Mach‘ dein Ding!“ Als Schüler – und ich hätte mich selber nicht gerne als Sohn gehabt – hatte ich immer schon dolle Ideen und die hatten relativ wenig mit Schule zu tun, sondern eher mit Motorrädern, Mofas, Autos – keine Ahnung – also ich wusste meine Zeit gut einzuteilen und die Schule hat mich irgendwie immer vom Konzept abgebracht. Da hätte ich mir tatsächlich im Nachhinein eine härtere Hand gewünscht, das hätte mir das ein oder andere einfacher gemacht – nichtsdestotrotz: Ich bin ja dort, wo ich angekommen bin, super glücklich und zufrieden und dieser Weg, den ich da gegangen bin, er ist sozusagen das Ergebnis von heute. Das heißt, wenn ich auch nur an einer Stellschraube drehe, wäre es anders gekommen und das will ich gar nicht.

Das heißt, ich gucke sehr, sehr glücklich zurück und auch alle Tiefschläge, die man im Leben mitmacht, nehme ich als Erfahrung mit, die mich in irgendeiner Art geprägt und zu dem gemacht hat, was ich heute bin. Insofern würde ich meinem 14-jährigen Ich sagen:

Cool, gib‘ Gas und vor Allen Dingen freue dich auf das, was kommt.“

Weil ich in einem 307-Einwohner-Kaff nördlich von Hamburg aufgewachsen bin. Dass ich irgendwie paar Jahre später in Hamburg Niederlassungen leite, später dann in Frankfurt in der Konzernspitze mit sitze und dort bundesweite Projekte verantworten darf, das war damals unvorstellbar und ich kann nur jeden motivieren, der das jetzt hier hört: „Mach dein Ding!“ Also, der Udo Lindenberg hat da – glaube ich – das passende Lied dafür und man darf sich da nicht abbringen lassen. Wir haben in Deutschland supertolle Rahmenbedingungen. Wir haben relativ viel mit Afrika zu tun und da sieht man, da gibt es diese Rahmenbedingungen nicht, weil einfach der Informationsfluss nicht da ist und hier in Deutschland haben wir alles zur Verfügung. Jeder hat eine Chance, er muss sie nur nutzen und Gas geben.

Wünsche für die Zukunft

Bianca Traber: Großartig, also jetzt habe ich einen Ohrwurm mit „Mach‘ dein Ding“. Von „Mach‘ dein Ding“ aus gesehen – was wünscht du dir für die Zukunft?

Erik Krömer: Ich wünsche mir erstmal für mein Unternehmen, dass die nächste Generation heranwächst. Das heißt nicht, dass ich den Ruhestand schon herbeisehne – im Gegenteil. Aber tatsächlich, dass die nächste Reihe sich entwickeln kann, dass wir tatsächlich diese Idee noch breiter machen können, das wünsche ich mir erstmal für das Unternehmen. Privat kann man sich momentan nur ein Thema ganz doll wünschen: Gesundheit. Die Pandemie hat uns alle mal wieder ein bisschen geerdet – was eigentlich wichtig ist. Ich glaube, wenn wir das nächste Mal mit der Familie – ich habe eine relativ große Familie – wenn man sich treffen kann und keine Abstandsregeln mehr einhalten muss, wenn ich mal wieder essen gehen kann in meinem Lieblingsrestaurant, das sind alles Sachen, die wünsche ich mir. Und anderen Menschen. Und so ganz nebenbei habe ich doch noch einen ein Business-Thema, das ich mir wünsche: wir expandieren gerade Richtung Namibia und da freue ich mich einfach auf das, was da kommt und ich weiß, das wird ganz, ganz toll. Und neben der Tatsache, dass wir da gerade eine Schule bauen, werden wir dort auch ein Unternehmen gründen und beide Sachen begeistern mich extrem. Ich glaube, das ist sind zwei ganz tolle Herzenzprojekte, die wir da realisieren.

Bianca Traber: Erik, mir geht das Herz gerade auf, also ich danke dir noch mal und ich glaube, wir müssen jetzt Schluss machen und einfach den Menschen die Chance geben, deine Energie mitzunehmen – all das Positive. Ich kann es gar nicht beschreiben und ganz, ganz herzlichen Dank für deine Offenheit, für deine tolle Art, für deine Impulse und ich wünsche dir einfach von Herzen alles alles alles Gute.

Erik Krömer: Herzlichen Dank dir auch und viel Erfolg weiter mit deinem Format!

Einladung an inspirierende CHANCENMACHER

Bianca Traber: Liebe Hörerin, lieber Hörer, ich hoffe du konntest auch aus dieser Folge wichtige Impulse für dich und dein Geschäft mitnehmen. Wenn du auch Unternehmer kennst oder selbst einer bist, der gerne Chancen nutzt und anpackt, dann schreibe eine E-mail an gamechanger@diemehrwertfabrik.de oder buche am besten gleich ein Vorgespräch mit mir über meinen Kalender unter www.diemehrwertfabrik.de/podcast.

Wenn du Wünsche, Anregungen, Feedback zu dieser Folge oder zum Podcast hast, dann schreib mir ebenfalls. Ich freue mich über deine Nachricht. Und wenn du keine Beiträge verpassen willst, abonniere gleich den ausgesuchten Kanal und hinterlasse mir deine Wertschätzung in Form einer Rezension.

Bis wir uns wieder hören wünsche ich dir eine schöne und chancenreiche Zeit.

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Das Interview führte Bianca Traber

1999 gründete Bianca Traber die 1. Video-Jobbörse im Internet. 15 Jahre zu früh. 2015 gründete sie genau rechtzeitig DIE MEHRWERTFABRIK als Konzeptschmiede und Fachverlag für profitables Recruitment.

Was andere über die spezialisierte Management-Expertin sagen: „Bianca Traber ist eine Chancenmacherin. Sie sieht und nutzt Optionen, die Ergebnisse bringen – die Gewinn machen“. Die Basis dazu legt ein modernes, breit aufgestelltes Verständnis des Job-Designs.

Bianca Traber zieht andere Chancenmacher an. Ihre Kunden profitieren in allen Phasen der Chancenverwertung von der notwendigen Realitätsnähe aus 20 Jahren praktischer Erfahrung im technischen B2B Sales und 13 Jahren im operativen Recruitment.

Die Vorbereitung zum Interview wurde begleitet von Anke Westerveld

Anke verantwortet die Bereiche Presse- und Öffentlichkeitsarbeit bei globaloffice. Als Vollblut-Kommunikatorin jongliert sie nicht nur mit Worten, sondern ist auch erste Ansprechpartnerin für die Mitgliedsunternehmen im Franchise-System.

Head of Public Relations
Franchise Manager

global office Deutschland GmbH
Werkstraße 11
D-56410 Montabaur

Telefon: +49 2602 95004236
An dieser Stelle bedanke ich mich herzlich bei Anke Westerveld für die großartige Arbeit im Projekt und an diesem Transkript.