#2 VOM PROFI ZUM PROFIT: Back2Basic

#2 Der Mitschnitt zum PROFITrecruit-Podcast: Back2Basic

Liebe Leserin, lieber Leser unseres Mehrwert-Blogs,

mit diesem Beitrag erhalten Sie den Mitschnitt aus der Startfolge des PROFITrecruit-Podcast zum Nachlesen. Sie können auch direkt hier reinhören.

Sie hören aus der Staffel: VOM PROFI ZUM PROFIT die Episode – Back2Basic

Einleitung

In unserem Podcast geht es vor allem darum, wie ein Recruiting-Profi das Maximum an Profit fürs Unternehmen rausholen kann.

In unserer letzten Folge hatten wir dazu ein Beispiel, bei dem ein Recruiting-Profi seinem Unternehmen knapp 900.000 EUR mehr an Umsatz bringt als ein anderer.

Falls Sie die Folge verpasst haben, hören Sie doch einfach im Anschluss rein.

Starke Hebel im Recruiting

Jeder kennt die Devise: Wer was schaffen will, braucht starke Hebel.

Damit wir im Recruiting überdurchschnittlich mehr erreichen, brauchen wir ebenfalls starke Hebel. Und das sind präzise Antworten auf folgende 5 Fragen:

  1. Wozu rekrutieren wir und Wonach bemessen wir den Erfolg?
  2. In welchem Marktumfeld bewegen wir uns dabei?
  3. Für welchen Zeithorizont planen wir?
  4. Was rekrutieren wir und wie machen wir das?
  5. Wo und wie können wir stetig besser werden?

Wie in anderen Bereichen auch, hängt unser Gewinn maßgeblich davon ab, worauf wir uns fokussieren. Auch hängt unser Gewinn davon ab in welcher Qualität wir relevante Fragen beantworten.

Die Mehrheit konzentriert sich im Recruitingprozess auf ihre Anforderungen – also das was gesucht wird – und auf das wie gesucht werden soll. Das sorgt jedoch dafür, dass selbst Profis mit ihren Ergebnissen weit unter den Möglichkeiten bleiben.

In den kommenden 10 Minuten erfahren Sie, welche Auswirkungen das hat. Gleichzeitig bedienen wir mit den Antworten den Hebel mit der größten Wirkung auf unsere Ergebnisse.

Dadurch nehmen wir direkt Einfluss auf die Projekte und darauf, ob uns diese Gewinn bringen oder zum Verlustgeschäft werden.

Effekt vs. Effizienz

Dafür verlassen wir mal kurz die „Recruiting-Schiene“ und nehmen ein Beispiel aus einem sportlichen Experiment. Ich machte einen Versuch auf dem Crosstrainer.

Ich wollte herauszufinden, in welchem Level ich möglichst effizient 1.000 Kalorien verbrennen kann. Ich nutzte das Intervalltraining, weil das gleichzeitig die Kondition verbessert.

Hier das Ergebnis: Je nach Level brauchte ich zwischen 23 bis 29 Minuten. Es war also möglich, die 1.000 Kalorien in kürzerer Zeit zu verbrennen. Klingt gut, oder? Trainiere ich also 10 Mal, dann habe ich schon eine 1 Stunde gespart. Mache ich das alle 3 Tage, dann spare ich 12 Stunden und 21 Minuten pro Jahr. Sehr schön…mit der Zeit kann man einiges machen. 🙂

Aber halt! Worum ging es noch mal?

Das Ziel war 1.000 Kalorien in kürzester Zeit zu verbrennen. Aber wozu der ganze Aufwand? Ist ja nett, wenn man 1.000 Kalorien verbrennen kann.

Und was soll das bringen?

Die Idee, die dahintersteht, ist einfach: Schlank, gesund und voller Energie zu sein. Das ganze dauerhaft und mit dem bestmöglichen Einsatz an Ressourcen.

Und das ist der springende Punkt!

Was bringt es, viel Arbeit und Mühe nur in Teilziele zu investieren. Das reicht doch nicht. Doch viel verwechseln genau diese Ziele mit dem ursprünglichen Zweck ihres Handelns.

Das ist fatal.

Was nützen uns denn auf der einen Seite optimal eingesparte 1.000 Kalorien, wenn wir die auf der anderen Seite mit Süßigkeiten, Junkfood oder sonstigen Kalorienbomben in Nullkommanix wieder zu Nichte machen? Ist ja nett, wenn wir Zeit eingespart haben.

Um schlank, gesund und voller Energie zu sein und zu bleiben braucht es wirksame Ressourcen. Für mich sind das Power, Ausdauer und Vitalität. Und das ist der Zweck. Diesem folgen die Ergebnisse und Teilergebnisse. Und die wiederum bestimmen die Jobs, die zu erledigen sind. Der Job ist also viel anspruchsvoller.

Und der besteht darin, die Zusammenhänge und Wirkungsmechanismen untereinander zu verstehen. Das heißt, vom Ergebnis aus, das Ganze zu betrachten und so das Optimum rauszuholen.

Kurz zusammengefasst: Nur wenn es uns gelingt, alle relevanten Erfolgshebel im richtigen Maß in Bewegung zu setzen machen wir optimale Gewinne. Würde ich also die Ernährung aussparen, wäre das am Ende nicht nur ein Nullsummenspiel. Es wäre ein Minusgeschäft durch die verschwendete Zeit und Energie.

Und hier sehen wir die Parallelen zum Recruiting.

Alles M.A.Z.O. oder was?

Viele würden jetzt sagen. Ist doch klar. Um eine offene Stelle zu besetzen.

Und sie würden vermutlich ergänzen…Mit dem richtigen Mitarbeiter

  • in der richtigen Anzahl,
  • zur richtigen Zeit,
  • am richtigen Ort,
  • in der richtigen Qualifikation und
  • zum richtigen Preis.

Vielen auch als M.A.Z.O. bekannt.

Das klingt richtig. Und es scheint logisch. Auch weil es so in den Lehrbüchern steht.

Hier fangen meiner Meinung nach schon die ersten Missverständnisse an. Warum?

Weil die Lösung – also M. A. Z. O. und die daraus abgeleiteten Jobs ein Problem lösen, bevor der Zweck geklärt ist. Es wird ein Personalproblem gelöst, welches allerdings kein reines Personalproblem ist.

„Wie, kein Personalproblem?“

Wozu Personal?

  • Personal können wir einstellen, um relevante Arbeitsergebnisse zu bekommen.
  • Relevant ist, was uns dabei hilft unsere Unternehmensziele zu erreichen.
  • Und das abhängig von der jeweiligen Situation am Markt und dem Zeitraum den wir uns anschauen.
  • Und wozu das Ganze? Damit wir unseren Unternehmenszweck erfüllen können und daraus Profit folgt.

Das klingt banal, nicht wahr? Und wissen Sie was, das ist es auch.

Recources follows Profit

Das bedeutet: Der Zweck von Recruiting ist eben nicht, Personal zu gewinnen. Das ist nur ein Teilziel!

Der Zweck von Recruiting ist es, den Profit fürs Unternehmen zu gewährleisten. Und das ist der Job! Erst einmal herauszufinden, welche Ressourcen in der Lage sind die notwendigen Arbeitsergebnisse zu produzieren.

Arbeitsergebnisse, die für den Markt relevant sind. Und das in der jeweiligen Marktsituation. Und die verändern sich.

Als Merksatz können wir mitnehmen:

Resources follows Profit.

Die Ressourcen folgen dem Gewinn. (Anmerkung: Synonyme helfen, Begriffe in einem anderen Licht zu betrachten)

So wie es die Mehrheit gewohnt ist zu arbeiten, folgt der Gewinn der Personalabteilung.

Dadurch holen wir aber nur einen Bruchteil von dem raus, was möglich ist.

Das Optimum erreichen wir, wenn die Ressourcen dem angestrebten Profit folgen. Wir arbeiten uns also vom Bedarf an messbaren Ergebnissen zur Lösung vor.

Und die kann dann je nach Planungshorizont und Marktsituation ganz anders aussehen. Und Personal ist dabei nur eine mögliche Option.

Verpasste Gewinnbringer: Automation, Bots, Künstliche Intelligenz, Digitalisierung…?

Die Ressource könnte auch technologischer Natur sein. Zum Beispiel: Automation, Bots, Künstliche Intelligenz, Digitalisierung u. s. w.

Und zu Recht werden einige einwenden: Ja, Technologie wird aber nicht alle Aufgaben übernehmen. Das stimmt.

Technologie wird die Arbeitswelt jedoch grundlegend verändern und Dinge bewegen, an die wir heute noch nicht einmal im Traum denken.

Und wenn ich von etwas zutiefst überzeugt bin, dann ist es der Umstand, dass es einen Unternehmenslenker primär nicht tangiert, wer oder was die gewollten Ergebnisse erwirtschaftet.

Im Gegenteil: Wenn Maschinen, Automaten, Software, Künstliche Intelligenz – oder was auch immer zukünftig entwickelt wird – genauso gut in der Lage sind, die gewollten Ergebnisse zu produzieren, dann wird sich ein Unternehmen gegen humane Ressourcen entscheiden. Und das gilt nicht nur für große Unternehmen.

Und die Anzeichen häufen sich, dass diese Veränderungen noch aktiver vorangetrieben werden als viele glauben.

Aus diesem Grund widmen wir dem Themengebiet eine komplette Staffel mit dem Titel:

Kann die weg oder kann das Technologie?
Mit kann die weg sind Aufgaben gemeint, die keinen Beitrag mehr zur Wertschöpfung leisten, weil sich die Marktbedingungen verändert haben. Auch das planen wir im Recruiting mit ein.

Wir öffnen uns ebenfalls für alternative Vertragsformen, wenn es die Situation fordert. Zum Beispiel könnten wir Subunternehmer einsetzen. Oder Interim Manager, Zeitarbeit, Freelancer u. s. w.

Oder wir kaufen uns direkt über einen Werkvertrag das gewünschte Ergebnis sein.

Auch könnten wir unsere Mitarbeiter weiterbilden oder auch Stellen teilen. Mix and Match, der Fantasie sind erst mal keine Grenzen gesetzt, um unsere Ergebnislücken zu schließen.  Und darum geht´s! Um Ergebnislücken!

Beispiel ALDI

ALDI hat es vorgemacht. Hier wurden von McDonalds kurzerhand die benötigten Arbeitskräfte ausgeliehen, um den Profit zu sichern. Da wurden nicht erst Stellenanzeigen geschalten und in langwierigen Verfahren aus Hunderten Bewerbern ausgewählt. Nein, hier wurde eine Lösung gefunden, die zur Situation passt.

Auch hier wird der ein oder andere sagen. Ja, darauf wären wir auch gekommen. Wissen Sie was, ich bin mir zu 100 Prozent sicher, das wären Sie. Die Frage ist nur, zu welchem Zeitpunkt?

Aus Erfahrung kann ich sagen. Wenn Entscheider Ergebnisse wirklich wollen, dann finden sie auch die passenden Lösungen. Die einen früher, die anderen später.

In diesem Fall war der Lösungsfinder die Geschäftsleitung und nicht die Personalabteilung. Auch dieses Themengebiet werden wir im Podcast genauer beleuchten. Sie erinnern sich?

Wer folgt wem?
Die Ressourcen dem Gewinn oder der Gewinn der Personalabteilung?

FAZIT

Der ursprüngliche Zweck von Recruiting ist, Profit zu machen und zu sichern. Für einen Unternehmer klingt das nicht nur banal, sondern wie eine Binsenweisheit.

Und was macht die Praxis?

  • Was rekrutiert HR? Die Produktivität von gestern oder die für morgen?
  • Und wonach wird der Erfolg der HR-Abteilung bemessen? An besetzten Stellen oder am Profit der daraus erfolgt?

Fragen, für die es sich lohnt, Antworten zu finden!

Sie sind herzlich eingeladen, sich mit mir darüber auszutauschen.

Ich freue mich, wenn Sie in der kommenden Folge wieder dabei sind. Dann sprechen wir über das was und das wie…Bis dahin wünsche ich Ihnen eine gewinnbringende Zeit.

In den kommenden Beiträgen vertiefen wir das Thema – VOM PROFI ZUM PROFIT – und beleuchten dieses aus mehreren Perspektiven. Wenn Sie keine Beiträge verpassen wollen, tragen Sie sich gleich zum Erhalt des Mehrwert-Letters ein.

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Die Autorin: Bianca Traber

Die Themen Recruiting und Innovation treiben Bianca Traber schon seit 1999 an. In diesem Jahr gründete sie die 1. Video-Jobbörse im Internet. Dann sammelte sie Erfahrungen im B2B Sales von technischen Lösungen. Ab 2007 war sie im operativen Recruitment bei namhaften Personaldienstleistern erfolgreich.

Seit Mai 2015 unterstützt sie Unternehmen dabei, Recruiting-Prozesse zu optimieren und ihre Kompetenzen in der Projektsteuerung zu erweitern. Aus dieser Arbeit entwickelte sie mit Katja Belz die PROFITrecruit Methode. Sie funktioniert wie ein Kompass und Wegweiser für Ihre Prozesse und Projekte.

Wer die Methode anwenden möchte, findet dazu im spezialisierten Verlagsshop modular aufgebaute Guidelines und zusätzliche Angebote zu den Beratungsleistungen. Hier finden Sie konzentriertes Know-how zum sofortigen Umsetzen. Mehr dazu unter https://diemehrwertfabrik.de/shop-uebersicht/

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