Wie Sie mit der FOKUSrecruit Methode wirksam und effizient Personal gewinnen (2/5)

Der Mitschnitt aus dem FOKUSrecruit Podcast Folge #002

Lieber Leser, liebe Leserin unseres Mehrwert-Blogs,

mit diesem Beitrag erhalten Sie den Mitschnitt aus dem FOKUSrecruit Podcast der Folge 002. Hier können Sie auch direkt reinhören. Bitte beachten Sie die Cockie-Richtlinie von Soundcloud.

Einleitung zur FOKUSrecruit Methode

HERZLICH WILLKOMMEN zur heutigen Folge des FOKUSrecruit Podcast

In Folge 1 haben Sie das F der FOKUSrecruit-Methode kennengelernt, welches für den Fokus auf präzise Anforderungen, Auswahlkriterien und klare Beschaffungsprioritäten im Projekt steht.

Weil sich einige Hörer zur besseren Vorstellung mehr Beispiele aus der Praxis gewünscht haben, finden Sie neu in unserem Blog ein PRAXIS SPEZIAL zu dieser Folge.

Mein Name ist Bianca Traber. In unserer Startfolge konnten Sie bereits mehr über die Ziele und Initiatoren dieses Podcast erfahren. Falls Sie diese Folge verpasst haben, hören Sie gern im Anschluss rein.

Bitte beachten Sie die Cockie-Richtlinie von Soundcloud.

O für orientieren

Starten wir jetzt mit dem O, welches für Orientierung steht. Genauer für die Orientierung im aktuellen Umfeld zum aktuellen Zeitpunkt. Wir orientieren uns nachfolgend an diesen 3 Teilbereichen.

1. Der Situation am aktuellen Arbeitsmarkt
2. der Wettbewerbssituation und
3. der Nachfrage seitens potenzieller Kandidaten.

Leider nehmen sich in der Hektik des Alltags nur sehr wenige Entscheider die Zeit, um die Ergebnisse dieser wichtigen Faktoren zu Ihrem Vorteil zu nutzen. Was in vielen Bereichen auch bisher nicht notwendig war, weil der aktive Arbeitsmarkt ausreichend Kandidaten geliefert hat. Und in einigen Teilen verfügt dieser Markt auch immer noch über ausreichend Potenzial. Doch dazu mehr in einer weiteren Podcast Folge.

Worüber jedoch mit Sicherheit Einigkeit bestehen wird ist der Umstand, dass sich die Mehrheit bis dato eher gefühlt am Arbeitsmarkt orientiert und weniger die vorherrschende Situation auf Basis von Zahlen, Daten, Fakten zum aktuellen Zeitpunkt betrachtet.

Auf Basis dieses Bauchgefühls werden dann die nachfolgenden Entscheidungen für Maßnahmen getroffen, die wesentlich zum Recruitingerfolg beitragen. Mit absehbaren Folgen. Denn diese „Schnellschüsse“ können ungewollt in eine Sackgasse führen und nicht nur wichtige Ressourcen verbrennen, weil in unwirksame Maßnahmen investiert wurde, sondern ein Projekt komplett ergebnislos zum Stillstand bringen.

Das trifft auch auf Kenntnisse des Wettbewerbs zu. Hier sind oft Kenntnisse vorhanden. Meist jedoch auf der Produktebene und weniger aus der Perspektive des Wettbewerbs als Arbeitgeber. Das führt in der Regel dazu, dass bei den eigenen Angeboten keine Differenzierung stattfindet, die jedoch für einen potenziellen Kandidaten den Unterschied ausmachen können, um sich dann bei Ihnen zu bewerben.

Die Nachfragesituation seitens möglicher Kandidaten ist ebenfalls den Wenigsten bekannt.

Doch was bringen all diese zusätzlichen Informationen und wie kann man sie geschickt nutzen, um wirksam und effizient Personal zu gewinnen?

Ein Beispiel aus der Praxis

Ein Unternehmen suchte im Landkreis Tuttlingen in Baden-Württemberg, nach einem Anlagenmechaniker, alternativ Elektriker oder Mechatroniker, der eigenverantwortlich für den reibungslosen Betrieb einer Ozon-Kombinationsanlage verantwortlich ist. Mit seiner Arbeit leistet dieser Mitarbeiter einen wichtigen Beitrag für eine saubere Umwelt und die Wasserversorgung von Heute und Morgen.

Die bisherigen Anzeigen bei der Agentur für Arbeit und das Einschalten von Personaldienstleistern brachte in diesem Fall nicht den gewünschten Erfolg.

Bei genauer Betrachtung der Rahmenbedingungen wurde schnell klar, warum die Maßnahmen die erhoffte Wirkung nicht erzielen konnten.

Herausforderungen am Markt

Folgende Herausforderungen waren auf Grund der aktuellen Situation am Markt zu meistern.

Punkt 1
Die Arbeitslosenquote im Landkreis Rottweil – Villingen-Schwenningen lag zum Zeitpunkt der Suche bei 1,5 Prozent im Bereich SGB II, im allgemeinen Sprachgebrauch als Arbeitslosengeld bekannt.

Punkt 2
Die Region ist für attraktive Arbeitsplätze in der Metall- und Elektroindustrie und der Medizintechnik bekannt.

Punkt 3
Die Entlohnung der Arbeitnehmer erfolgt in diesen Industriezweigen in der Regel nach Tarif der Metall- und Elektroindustrie

Punkt 4
Die Nähe zur Schweiz bietet besonders erfahrenen Facharbeitern im Alter bis Ende 40 Arbeitsplätze, zu besonders lukrativen Konditionen.

Punkt 5
Gut ausgebildete Facharbeiter sind mobil, jedoch im ländlichen Raum selten bereit, Wegstrecken zum Arbeitsplatz über 40 km und mehr in Kauf zu nehmen

Punkt 6
Die Suchanfragen in Google in diesem Berufsfeld, Ort waren zu diesem Zeitpunkt gering.

In Summe war der Wettbewerb um qualifizierte Fachkräfte zum Zeitpunkt der Suche besonders hoch und die Nachfrage gering. (Anmerkung der Redaktion: In einer Bewerbermarkt-Analyse als Service erhalten Sie wichtige Hinweise zu den Faktoren – Nachfrage – Verfügbarkeit aktiver Arbeitsmarkt – und Wettbewerbssituation inklusive Handlungsempfehlungen für Ihr Projekt)

Auswirkungen in der Praxis

Aus diesen Gründen war es auch von entscheidender Bedeutung:

  • Aktiv Arbeitssuchenden ein attraktives Angebot zu unterbreiten. Hier finden Sie in unserem Verlags-Shop eine Liste mit 217 Arbeitgeberangeboten die Ihnen dabei helfen, marktgerechte Jobanzeigen zu erstellen. Den Links dazu finden Sie ebenfalls in den Shownotes.
  • Weiterhin war es von Bedeutung, Wege zu latent suchenden Kandidaten zu finden, für die die ausgeschriebene Vakanz eine attraktive Alternative zur aktuellen Arbeitssituation bietet.
  • Auch schnelles Handeln im gesamten Recruitingprozess war wichtig, um Interessierte und geeignete Kandidaten nicht an den Wettbewerb zu verlieren.

Auf Grund der Erkenntnisse aus der Umfeldanalyse und der daraus resultierenden Handlungsempfehlungen, wurde ein Mix an Maßnahmen entwickelt und zügig umgesetzt. Mit dem Ergebnis, dass das suchendende Unternehmen 29 Bewerbungen erhalten hat. 6 Kandidaten haben sich persönlich vorgestellt, woraus dann ein passender Mitarbeiter gewonnen werden konnte.

Welche Maßnahmen das waren und wie diese konkret umgesetzt wurden können Sie in einem weiteren Praxis Spezial im Blog nachlesen. Schreiben Sie uns eine Mail an redaktion@diemehrwertfabrik.de und wir senden Ihnen gern die Info, sobald der Beitrag online ist.

Zusammenfassung

Um die genannten Punkte schnell in der Praxis zum eigenen Vorteil zu nutzen, helfen folgende Leitfragen beim Orientieren:

  • Woher soll mein Bewerber kommen?
  • Vom aktiven oder passiven Arbeitsmarkt?
  • Wie steht es aktuell um das Suchverhalten der Kandidaten und
  • wie ist die Wettbewerbssituation?

Eine ausführliche Recherche dauert ca. 30-40 Minuten. Die Kurzversion 5-10 Minuten. Es lohnt sich also, sich die Zeit zu nehmen und diese Fragen zu beantworten. Sie werden den Unterschied bei Ihren Ergebnissen lieben. Versprochen!

Nächste Folge

In der nächsten Podcast Folge (07.09.2018) nehmen wir das K der FOKUSrecruit Methode genauer unter die Lupe. Das kann noch einmal spannend für Sie werden, weil auch dieser Punkt bisher in der gängigen Praxis nicht genutzt wird, jedoch hochwirksam und effizient ist. Ich freue mich, wenn Sie wieder dabei sind.

Bleiben Sie bis dahin neugierig und immer am Puls des Marktes.

Ihre Bianca Traber

Die Autorin: Bianca Traber

Nur in die Praxis umgesetzte Ideen bilden die Basis für reale Erfolge. Alles andere sind noch Wünsche oder Ziele. Aus diesem Grund berichte ich im Best-Practice-Blog über spannende Menschen und Unternehmen, die Ihre Projekte und Ideen erfolgreich umgesetzt haben. Auch interessante Fachbeiträge  helfen dabei, aktuelle Herausforderungen im Praxis-Alltag einfacher und sicherer zu meistern. Es würde mich freuen, wenn Sie dadurch neue Impulse erhalten, um zeitnah Ihre Wünsche und Ziele zu verwirklichen

Haben Sie Fragen, Feedback, Anregungen oder Wünsche zu Ihrem Liebelings-Thema?
Kontaktieren Sie mich einfach:
Telefon: +49 7775/9385908
E-Mail: redaktion@diemehrwertfabrik.de

Oder vernetzen Sie sich mit mir:

LinkedIn , Facebook , XING